Donnerstag, 22. Dezember 2011

Erfahrungsbericht mit T E E


Tee ist nicht gleich Tee!
... und Tee ist nicht nur gefärbtes Wasser!

Tee war für mich immer gleichbedeutend mit Krankheit bzw. sich mehr Gesundheit zuzuführen. Nicht mehr und auch nicht weniger.

Eine Zeitlang hatte ich daher versucht, nur Kräutertees zu trinken, der Gesundheit zuliebe. Was sich nicht zu meiner Zufriedenheit entwickelte.



Dazu einige Beispiele:
Pfefferminztee, ein recht angenehm duftender Tee, besonders auch, wenn er mit frischen Blättern zubereitet wird. Allerdings: Hier ist für mich Fakt: Die Allergene scheinen hier im Vordergrund zu stehen, was heißt, mein Bauch rebellierte und mir wurde übel. So richtig gesund konnte zumindest die Pfefferminze für mich nicht sein?!?

Es folgte Kamillentee. "... und wenn Dir was weh tut ...", so hieß es immer, "... trink doch Kamillentee!"
Naja, so ganz konnte ich dieser Weisheit nicht glauben, denn auch hier plagten mich nach dem Genuss diverse Beschwerden. - Flau im Magen und das Gefühl von "Jetzt-musst-Du-Dich-übergeben" stand im Raum.

In jüngeren Jahren hatte ich Beschwerden mit Herpes. Da hatte ich natürlich alles drüber gelesen und auch probiert, um diese hässlichen Bläschen so schnell wie möglich wieder loszuwerden. So als Jugendliche der wahre Horror!
Kamillentee, hieß es da in diversen schlauen Büchern, die der Gesundheit anzurechnen waren, sei das Nonplusultra der Heilpflanzen überhaupt und natürlich auch gegen diese Krankheit.

Ich probierte diese Variante. Kamillentee zubereitet, mit Watte zart betupft. Doch: Die Bläschen wurden nicht weniger, ganz im Gegenteil! Das Volumen verdoppelte sich, was die Qual in jeder Form nicht unbedingt verbesserte.

Frische wie auch getrocknete Blüten, mit Honig, ohne Honig - einen Unterschied gab es dabei wenigstens nicht.

Kamillentee, Pfefferminztee - für mich also nicht.


*   *   *

Früchtetee? - Wie steht es nun damit?
Dieser eine ansprechende Farbe aufweisende, nach frischen Früchten duftende, säuerlich-mild schmeckende Aufguss erwies sich auch nicht als akzeptabel. Vielleicht lag's ja auch an der Qualität des Tees?


Die Möglichkeit besteht immerhin. Allein aufgrund der vielfachen Depots, die sicher nicht immer die optimale Temperatur haben, mag es durchaus treffend sein, wenn nach dem Genuss auch eines frisch aufgebrühten Tees die Bekömmlichkeit auf der Strecke bleibt.

Wobei ich hier doch mehr auf eine allergische Reaktion tippe. Übelkeit, saures Aufstoßen und Sodbrennen waren das Resultat.

Eine andere Variante der Unverträglichkeit wäre noch im Trinkwasser zu vermuten. Wobei ich angesichts der laufenden Tests der Wasserwerke eher davon abgekommen bin. Auch mit Mineralwasser zubereitet, war kein Unterschied festzustellen.

*   *   * 

Schwarztee: Sehr gut für mich (allerdings ohne Aromastoffe). Jedoch: Das im Tee enthaltene "Aufputschmittel" Tein brachte mich um die Nächte. Unruhe, die nicht zu bekämpfen war. Was auch in Bezug auf die Menge nachdenklich stimmen mag. Die tägliche persönliche Verfassung ist sicherlich auch ein Punkt, der hier zu berücksichtigen ist sowie die Ziehdauer des Tee.

Heute: Bei einem Einkauf eine neue Errungenschaft gemacht:
Ingwer-Zitronengras-Tee.

Zuerst war ich skeptisch: "Nein, bloß nicht!" Kräutertee ist für mich offensichtlich nicht geeignet. Allergene sicher in Massen anzutreffen. Doch: Wie schon so oft, so meine Erfahrung, gilt auch hier das Sprichwort "Probieren geht über Studieren", weshalb ich spontan eine Packung dieses Beuteltees kaufte.

Die erste Tasse schmeckte mit etwas Honig gesüßt zwar doch etwas nach Fenchel (Fenchel - dagegen hatte ich eigentlich geschmacklich immer eine Antipathie) und Kamille (?!?). Jedoch der anregende (nicht aufregende) Effekt - und ohne nachhaltige Nebenwirkungen wie etwa Übelkeit, Aufstoßen, Sodbrennen - war mehr als positiv für mich.
Fazit: Bekömmlich und wohlschmeckend. Erst einmal ... (ob sich das auch ändert?)



... ich berichte.



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Heute nun, ein halbes Jahr später, ist das Teetrinken für mich noch immer aktuell. Ich knüpfe an die Ingwer-Zitronengras-Tee-Erfahrung an:

Von der Bekömmlichkeit her ist er noch immer mit dabei. Allerdings bin ich nun dazu übergegangen, verschiedene Teesorten zu mischen.

Grüner Tee ist dazugekommen. Der Schnelligkeit halber in Beutelform. So koche ich z.B. gerade jetzt im Sommer eine große Kanne mit Tee. Grüner Tee als Grundlage (auch deshalb, um zu testen, ob dieser Tee tatsächlich den Blutdruck senkt?!).

Grüner Tee an sich ist für mich geschmacklich nicht angenehm. Daher bin ich auf die Idee gekommen, Mischungen mit anderen Sorten zu probieren.

Der Inwer-Zitronengras-Tee, wie gesagt, noch immer. Inzwischen trinke ich aber auch vermehrt die Mischung Grüner Tee/Ingwer-Ginseng.

Fazit: Ich vertrage diese Mischung sehr gut, wobei mich der bittere Nachgeschmack etwas stört. Hier versuche ich noch weiteres.

Blutdruckmessungen waren positiv. Die blutdrucksenkende Wirkung scheint zu stimmen. - Nur: Ob es nur am Tee liegt?



Kommentare:

  1. Du schreibst sehr gut, ich hatte Spaß beim Lesen. Auch der Käsekuchen kam gut rüber !!

    LG, Marion

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